| Startseite vom 03.07.2010 | Westfälische Nachrichten | |
| WENO: Ausreichend Platz für die Zukunft | ||
| WENO: Ausreichend Platz für die Zukunft Schlüsselübergabe an der neuen WENO (v.l.): Ursula Boldt Hübner (Gemeinde Nottuln), Stefan Rüter (Werkstattleiter Tilbecker Werkstätten), Anja Maas (Leiterin der WENO), Thomas Hommel (Technischer Leiter Stift Tilbeck), Marlies Wiesemann (Landschaftsverband Westfalen-Lippe) und Bernward Jacobs (Geschäftsführer Stift Tilbeck GmbH).Fotos: (Ludger Warnke) Nottuln - Das Stift Tilbeck festigt seine Präsenz am Standort Nottuln. Am Freitagvormittag sind die neuen Räume der Werkstatt Nottuln (WENO) an der Liebigstraße 8 feierlich eingeweiht worden. Das Stift Tilbeck hat eine nicht mehr genutzte Lagerhalle des DRK-Landesverbandes für zehn Jahre angemietet und nach erfolgtem Umbau dort mehr als ausreichend Platz für die 70 nun offiziell anerkannten Werkstattplätze geschaffen. Am neuen Standort Liebigstraße ist die WENO mit ihren Abteilungen Montage/Verpackung, Lettershop, Berufbildungsbereich, Schneiderei, Paketversand und Matratzenproduktion zukunftssicher untergebracht. „Hier passt einfach alles“, lobte Ursula Boldt-Hübner, 1. stellvertretende Bürgermeisterin. Es sei sehr anerkennenswert, wie zukunftsorientiert das Stift arbeite. Die Gemeinde Nottuln sei froh über Einrichtungen wie die WENO, die A&QUA oder auch über das Martinistift. Berndward Jacobs, Geschäftsführer der Stift Tilbeck GmbH, erinnerte gestern an die Anfänge der WENO, als man 1991 mit einer kleinen Gruppe von neun Beschäftigten am Niederstockumer Weg im früheren Marienheim begann. 1994 zog die WENO zur Otto-Hahn-Straße 10. Das ursprünglich für 36 Plätze konzipierte Gebäude reichte bald nicht mehr aus. Trotz Anmietung weiterer Gebäude in der Nachbarschaft wurde die Situation immer problematischer. Froh war daher das Stift über die Möglichkeit, die DRK-Liegenschaft nutzen zu können. Jacobs sprach gestern von einem „sehr gut gelungenen Objekt“, auf das man stolz sein könne. „Wir haben uns bewusst dafür entschieden, unterschiedliche und differenzierte Wege der Teilhabe am Berufsleben zu gehen“, sprach er das neue, fünfteilige Konzept zur Verbesserung der Bedingungen für die Menschen mit Behinderung an. Der Umzug der WENO ist einer von insgesamt fünf Bausteinen. Auch der alte Standort Otto-Hahn-Straße spielt weiter eine bedeutende Rolle. Er wird nun als „Zentrum für berufliche Qualifizierung“ genutzt. Hier werden Menschen mit Behinderungen zielgerichtet und individuell qualifiziert, damit nicht nur in Werkstätten des Stifts, sondern auch auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt eine Teilhabe am Berufsleben möglich ist. Dass der Werkstattgedanke der richtiger Weg für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen sei, darauf wies Marlies Wiesemann, Ressortleiterin Werkstätten Westfalen beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe, hin. In den vergangenen Jahren habe sich die Zahl der Werkstattplätze verdoppelt. In Nottuln bescheinigte sie der WENO gute Standortbedingungen und wünschte Beschäftigten wie Mitarbeitern ein vielfältiges, wunschgemäßes Angebot. Stefan Rüter, Werkstattleiter Tilbecker Werkstätten, dankte für die große Unterstützung dieses Projektes. „Wir haben quasi eine neue WENO“, stellte er erfreut fest. Dass am neuen Standort ausreichend Platz für die Beschäftigen ist, lobte auch Gerd Krück, Vorsitzender des Werkstattrates. Sein Wunsch: „Ich hoffe, wir haben auch ausreichend Arbeit.“ Diakon Stefan Pölling wünschte: Die neue Arbeitsstätte möge ein Haus des Glaubens, des christlichen Charakters und der Nächstenliebe sein. Er feierte mit den Anwesenden einen Wortgottesdienst und segnete die neuen Räume. Angesichts der hohen Temperaturen erinnerte Thomas Hommel, technischer Leiter des Stifts Tilbeck, daran, dass die Umbauarbeiten im kalten Winter erfolgt seien. Der WENO stünden nun 2300 m2 Nutzfläche zur Verfügung. Der entspannten Atmosphäre in der WENO wurde auch Anja Maas gerecht. In Versform rief die WENO-Leiterin die bisherige Raumsituation und den nun erfolgten Umzug in Erinnerung. Für eine heitere Note sorgten auch die Beschäftigten selbst. Einige hatten sich als Umzugskartons verkleidet und ließen auf humorvolle Art den Umzug Revue passieren. Nicht zuletzt hinterließen Anina Schibli und Johannis Grigoriou einen sehr starken Eindruck. Im Duett sangen sie „Summertime“ und erhielten dafür viel Beifall. VON LUDGER WARNKE, NOTTULN 03 · 07 · 10 |
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