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Startseite vom 25.06.2010 Westfälische Nachrichten
Gutes Ergebnis eingefahren
Gutes Ergebnis eingefahren

Nottuln - Zu rund 44.000 Euro Mehrkosten hat die Verkeimung des Grundwassers im vergangenen Jahr für das Wasserwerk geführt. Außerdem wurde für rund 17.000 Euro eine UV-Bestrahlungsanlage angeschafft, die solche Zwischenfälle in Zukunft vermeiden helfen soll. Das geht aus dem Jahresabschluss hervor, den Wirtschaftsprüfer Wolfgang Dittrich in dieser Woche im Betriebsausschuss erläuterte. Dass trotzdem am Ende ein Plus stand, wurde vom Ausschuss positiv vermerkt. Oliver Rulle (UBG) dankte den Mitarbeitern der Gemeindewerke dafür ausdrücklich.

Ein Plus von rund 560.000 Euro steht als Jahresergebnis beim Wasserwerk zu Buche (lediglich 13.000 Euro unter dem des Vorjahres). Dieser Überschuss wird seit 1996 mit den Verlusten der Bäder verrechnet, die sich in 2009 auf rund 542.000 Euro beliefen. Am Ende blieben so knapp 18.000 Euro über, die dem Eigenkapital zugeführt werden. (Außerdem wird an den Gemeindehaushalt eine Konzessionsabgabe abgeführt in Höhe von 185.000 Euro).

Dass die Bäder ein Zuschussgeschäft sind, ist bekannt. Auf Nachfrage von Paul Leufke (CDU) machte Wolfgang Dittrich eine Überschlagsrechnung auf: Wollte man die Verluste von 542.000 Euro durch die Eintrittsgelder ausgleichen, die 2009 bei rund 110.000 Euro lagen, müssten diese ungefähr fünfmal so hoch sein wie heute. Eine rein hypothetische Rechnung, das wurde sofort klar.

Wie gut Nottuln allerdings im Vergleich mit anderen Kommunen im näheren Umkreis dasteht, hat selbst Werkeleiter Peter Scheunemann überrascht, der die Zahlen im Ausschuss kurz vorstellte. So liege der Zuschussbedarf in Coesfeld zum Beispiel bei 51 Euro pro Einwohner (2009), in Dülmen bei 41 Euro (2008), Havixbeck schießt 36 Euro zu, Senden 32 Euro (Planung 2010). In Nottuln sind es 26 Euro pro Einwohner. Natürlich ließen sich die Angebote nur schwer vergleichen, gab Scheunemann zu, geht aber auch davon aus, dass der Zuschussbedarf bei den neueren Bädern mit wachsendem Alter und Renovierungsdruck eher steigen als sinken wird. „Unser Beschluss zur Jahrtausendwende, beim Bäder-Wettrennen nicht mitzumachen, kann nicht so falsch gewesen sein.“

Der Ausschuss stimmte dem Jahresabschluss 2009 des Wasserwerkes und der Bäder einstimmig zu.

VON FRANK VOGEL, NOTTULN

25 · 06 · 10

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